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Elternberatung bei Erziehungsproblemen - Familie bei einer Beratungssitzung

Das Waldkindergarten Konzept

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Was verbirgt sich hinter dem Waldkindergarten-Konzept? Es ist vor allem die Idee, dass sich Kinder an der frischen Luft pudelwohl fühlen und, dass Sie keinen „Raum“ brauchen, um das Vorschulalter zu bestreiten.

Der Name ist Programm

Ab ins Grüne ist hier mehr als nur eine Floskel. Das Waldkindergarten-Konzept ist kein komplettes Novum mit einer komplett neuen, inhaltlichen Ausrichtung. Stattdessen beschreibt es vor allem den Ort, an dem die Kindergartenkinder ihre Vorschulzeit verbringen – und zwar wie der Name schon sagt: im Wald.

Waldkindergärten gibt es in Waldarealen, die dafür gemacht sind. Das heißt, dass Waldkindergärten zugänglich sein müssen (damit die Eltern ihre Kinder dorthin bringen können). Und natürlich dürfen die Kinder dort nicht gefährlichen Situationen ausgesetzt werden, wie etwa durch gefährliche Waldbewohner oder einen reißenden Fluss in der Nähe. Viele Waldkindergartenbetreiber verzichten ganz bewusst auf Schutz bietende aber auch einengende Einfriedungen wie etwa Zäune.

Das pädagogische Konzept im Waldkindergarten vermittelt ebenfalls Vorschulwissen

Eine Struktur, ähnlich wie in einem Kindergarten mit Wänden, Boden, Decke, Tischen und Stühlen gibt es auch im Waldkindergarten. Darüber hinaus müssen sich die Kinder hier nicht nur an die klassischen Kindergarten-Regeln halten, die vor allem strukturbildend sind und das Miteinander regeln. Die Kinder im Waldkindergarten müssen zusätzlich spezielle Waldregeln befolgen, damit sie in Sicherheit groß werden können. Nur wer sich an die Regeln in der Natur hält, kann mit ihr und in ihr etwas lernen. So gibt es beim Waldkindergarten-Konzept sowohl Stuhlkreis und Brotzeit-Zeit als auch strukturierende Elemente sowie Inhalte, die in jedem regulären Kindergarten vermittelt werden.

Jedem Kind, das den Waldkindergarten besucht, wird Vorschulwissen auf ganz unterschiedliche Art und Weise vermittelt: Gebastelt und gewerkelt wird – beispielsweise zur Ausbildung der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten – sowohl mit Naturmaterialien als auch mit klassischem Bastelmaterialien. Geschrieben wird sowohl mit Stift auf Papier – um die ergonomisch korrekte Handhaltung für die Schulzeit zu trainieren – als auch mit einem Stecken im Boden, um Zahlen und Buchstaben kennenzulernen. Auch die Bewegung kommt im Waldkindergarten nicht zu kurz, nur wird eben nicht über einen Schwebebalken balanciert, sondern über Holzstämme und Stricke, die von Baum zu Baum gespannt werden.

Soviel Ähnlichkeit hat das Waldkindergarten Konzept mit den Klassikern

Dass das Waldkindergarten-Konzept kein komplettes Novum der Kinderbetreuung ist, zeigt ein Blick auf die Parallelen zu den anderen Betreuungskonzepten:

  • Im Waldorf-Kindergarten stehen vornehmlich natürliche Stoffe im Fokus. Holz und Textilien sollen die Phantasie der Kinder anregen. Auf Plastik wird bewusst verzichtet, auch fehlen viele Lernmaterialien, die es in Regeleinrichtungen gibt.
  • Im Montessori-Kindergarten sind Übungen des Lebens, Sinnesmaterialien, kosmische Materialien sowie Mathematik und Sprache die wichtigsten Säulen der Betreuung und Bildung. Auch im Waldkindergarten werden die Sinne der Kinder vornehmlich ganzheitlich, vor allem auch unter Berücksichtigung von diversen Sinnesmaterialien geschult.
  • Im Konzept von Friedrich Fröbel steht das Naturerlebnis und die Möglichkeit, Disziplin und Freispiel miteinander zu verquicken, im Fokus. Diese Ansätze lassen sich durchaus auch im Waldkindergarten umsetzen.

Neue Betreuungskonzepte ringen um Akzeptanz

Sport-, Bewegungs-, Natur- und Waldkindergärten scheinen erst nach und nach in Mode zu kommen. In der Praxis kämpfen viele Einrichtungen mit einer dieser Spezialausrichtungen nach wie vor mit den Vorurteilen, dass den Vorschulkindern in diesen Einrichtungen nicht ausreichend Bildung zuteil wird oder, dass es ihnen gar schwerer falle, sich nach der Zeit im Wald in einem geschlossenen Klassenzimmer zurechtzufinden. Allerdings untermauern auch Entwicklungsberater die These, dass die natürliche Umgebung im Waldkindergarten mehr Vor- als Nachteile birgt. Kombimodelle, bei denen Waldkindergarten in Kombination mit einer Regelgruppe wöchentlich die Plätze tauschen (vom Kindergartenraum ins Freie und umgekehrt), helfen vor allem Eltern dabei, sich der Idee des Waldkindergartens zu nähern.

Ein Waldkindergarten birgt Vor- und Nachteile

Wem tagein, tagaus frische Luft um die Nase weht, der wird tendenziell weniger anfällig für Krankheiten sein als die Kinder, die in einer sterilen Umgebung aufwachsen. Gerade im Wald und in der Natur werden ganz natürliche Bewegungsabläufe trainiert und die Fähigkeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen, wird ausgebildet. Obgleich es grundlegende Strukturelemente gibt, so ist doch jeder Tag anders, allein schon aufgrund des Wetters, auf das die Kinder sich individuell einzustellen lernen.

Der Nachteil des Waldkindergartens ist die mangelnde Flexibilität, die vor allem Eltern zu bewältigen haben. Waldkindergärten haben vornehmlich halbtags geöffnet. Die Bring- und Abholzeiten sind deutlich kürzer und auch strenger reglementiert, denn die Kinder verbringen ihre Zeit wirklich im Wald – und nicht etwa am Waldrand. Zudem müssen Eltern von Waldkindern deutlich mehr in die passende Ausrüstung ihrer Kinder investieren, denn: Sie sind bei Wind und Wetter draußen, auch wenn die meisten Waldkindergarten-Konzepte überdachte Bereiche oder gar einen Bauwagen haben.

Konzepte zu kombinieren, ist durchaus erlaubt

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